Die Jugendfarm Birkach in Stuttgart wurde 1975 für die Kinder der Hochhäuser im Asemwald gegründet, um ihnen das Spielen in der Natur zu ermöglichen. Im Umgang mit Ponies, Ziegen, Eseln, Hasen und Gänsen lernen die Kinder spielerisch Verantwortung. Beim Werken, Basteln, Kochen, beim Hüttenbau und in der Holzwerkstatt entdecken sie ihre handwerklichen Fähigkeiten und ihr kreatives Potenzial. Aktionen und Projekte wie das alljährliche Sommerfest, Theater- und Zirkus-AG, Freizeiten, Wanderritte und Kajaausfahrten fördern den Gemeinsinn und die soziale Kompetenz.

Jährlich besuchen rund 8.500 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren die „Jufa“ – im Durchschnitt 34 pro Tag. Die Kids werden von zwei hauptamtlichen sozialpädagogischen Fachkräften betreut, die von einer pädagogischen Praktikantin und einem Zivildienstleistenden unterstützt werden.

Eine der wichtigsten Säulen des vielfältigen Betreuungsangebotes ist das Farmhaus, das seit dem provisorischen Aufbau in den 1970er-Jahren sicht- und spürbar an Qualität verloren hat. Einerseits sind die damals geplanten Räumlichkeiten nicht mehr in der Lage die wachsende Kinderzahl aufzunehmen. Gebraucht wird heute ein Aufenthaltsraum für mindestens 50 Kinder. Der aktuelle Raum ist nur für 20 Kinder ausgelegt. Zudem befinden sich Küche, Heizanlage, Betreuerbüro und insbesondere die sanitären Anlagen in einem kläglichen Zustand.

Der Verein Jugendfarm Birkach e.V. hat deshalb die Initiative ergriffen und 2009 mit der Planung eines neuen Farmhauses begonnen, welches in ein Revitalisierungs-Gesamtkonzept eingebunden wird: Das neue Farmhaus ersetzt die Funktion des alten Farmhauses, welches zur Werkstatt für die Kinder umgestaltet wird. Die noch aktuellen Büro-Baracken werden zu Lagerräumen. Es wird dadurch eine angemessene Infrastruktur für die gestiegenen Anforderungen an die offene Jungendarbeit und die Zusammenarbeit mit Schulen geschaffen. Außerdem sollen die in den letzten Jahren entstandenen Erfahrungs- und Bildungsbausteine weiterentwickelt werden: Lernen durch Anfassen und Erleben, therapeutisches Reiten, Schul-AG, Ferienbetreuung sowie Ausflugs- und Projekttage.

Wir tragen einen Teil der noch nicht finanzierten Posten.

Das Gros der Kosten sind durch den Investitionszuschuss der Stadt Stuttgart, durch Spenden, Eigenmittel und Eigenarbeit gedeckt. Wir beteiligen uns an den Kosten für die Anschaffung eines Teil der geplanten Restposten wie Kletterwand, Außentreppen mit Rutsche, Schränke und Regale, Tische und Stühle.

Weitere Informationen über die Jugendfarm Birkach auch unter www.jugendfarm-birkach.de