Die beängstigend rasch wachsende Gewaltbereitschaft und -ausübung durch Jugendliche ist ein Problem, deren wahre Ursachen oft ignoriert oder zumindest verkannt werden. Natürlich senken Alkohol- und Drogenkonsum die Hemmschwellen. Doch primär ist es ein Mangel an Selbstwertgefühl und Erfolgserlebnissen, der durch aggressives Verhalten kaschiert und kompensiert werden soll. Dem wirkt das Gewaltpräventions-Training „Respekt.leben“ der Stiftung Jugendhilfe aktiv entgegen.

„Respekt.leben“ ist ein pädagogisches Konzept, das in durchschnittlich 12 Trainingseinheiten die Themen Gewalt-Vermeidung und Erwerb von Sozial-Kompetenz vermittelt. Es geht dabei um das Erlernen von gewaltfreier Konfliktlösung nach dem Motto „Siegen durch Nachgeben“. Auf Grundlage von asiatischen Sportarten und Entspannungstechniken wie Ju-Jitsu, Tai Chi und Chi Gong, angereichert mit Deeskalationsstrategien und reichlich Spaß, verbessern die Kids Ihr Sozialverhalten. Und sie lernen dabei, dass Nachgeben eben auch ein Triumph ist. Ganz im Sinne der geflügelten Worte: Der Klügere gibt nach.

Die Basis dafür ist die Entwicklung von Selbstwahrnehmung und die Erfahrung von persönlichem Selbstwert. Denn nur, wer sich selbst als wertvoll wahrnimmt, kann dieses Gefühl auch auf andere übertragen. Innere Stärke führt in konkreten Konfliktsituationen dazu, in seinem Gegenüber nicht automatisch einen Gegner zu sehen.

„Respekt.leben“ war in der Zwischenzeit in etlichen Schulen, Jugendhilfe-Institutionen und Betrieben aktiv und konnte viele positive Ergebnisse erzielen.

Wir tragen die Kosten für das Projekt, so dass künftig noch mehr junge Menschen, das erlebnispädagogische Training „Respekt.leben“ erfahren können.

Weitere Informationen bei der Stiftung Jugendhilfe aktiv unter www.jugendhilfe-aktiv.de